Ich gehe mal ein paar Jahre zurück in das Jahr 2015 um die Entwicklung in der Gesellschaft zu beleuchten. Da gab es diese „Schlagzeile“ in Hollywood und in der Filmszene. Immer mehr Hollywoodstars werden mit elektronischen Zigaretten gesichtet.

Da sie sich ihrer Vorbildfunktion für junge Menschen bewusst sind und E-Zigaretten einfach weniger schädlich sind, greifen Stars zur elektronischen Alternative.

War es in alten Hollywood-Filmen auf der Tagesordnung, dass der Held Zigarette rauchte, so wird es in Zukunft vielleicht die E-Zigarette  sein. Aber ich will heute nicht über 2015 sprechen, sondern eine Reise mit Euch ins hier und jetzt machen.

Da stelle ich die Frage, ist die deutsche Gesellschaft bereit für die Menschen, die E-Zigaretten nutzen.

Dampfer in unserer Gesellschaft

VooPoo Drag Box auf dem SchreibtischJetzt erzähle ich Euch von meinen noch recht jungen Erfahrungen und Erlebnissen. Wer noch nicht weiß, wie ich vor einigen Monaten zum Dampfen gekommen bin, der findet hier die nötigen Infos. Seit dem ich mit der E-Zigarette unterwegs bin, nehme ich immer mehr Frauen und Männer mit einem Akkuträger und Verdampfer in der Hand wahr. OK, das ist ja ein Phänomen, welches man oft bei Sachen entdeckt, wenn man selbst etwas Neues hat. Ich lebe im Speckgürtel von Berlin und fahre jeden Wochentag mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Berlin. Ich sehe viele Menschen in jedem Alter und stelle fest, dass es Dampfer zwischen 18 und um die 50 (wie mich) gibt. Im Straßenverkehr werden die Dampfer wahrgenommen, wenn sie mit Akkuträger und Liquid unterwegs  sind, die dicken Dampf verursachen.

Aber oft bleibt es dabei und angepöbelt wurde ich noch nie. Für mich ist aber auch als ex Raucher klar, dass ich nur dort zur E-Zigarette greife, wo ich auch rauchen dürfte. Also in Restaurants oder im U-Bahnhof bleibt der Akku „kalt“. Und die Menschen und Freunde, die mich ansprechen, denen kann ich ja nur von meinen persönlichen Erfahrungen berichten. Was ich dabei immer vermeide ist das Thema Gesundheit als Beweggrund. Für mich war es ja tatsächlich die aktuelle Waldbrandgefahr auf der Golfrunde (meiner Leidenschaft). Auch das mein Geschmacksempfinden und meine Nase von Tag zu Tag wieder besser wurden ist eine der Sachen, die ich ins Gespräch werfe.

zuggefluester_Episoden-TrennerGesünder als Zigarette rauchen

Wenn das Thema vom Raucher oder Nichtraucher angeführt wird, dann kommt oft das Argument, dafür gibt es doch keine aussagefähigen Langzeitstudien. Das stimmt, aber wenn ich sage, egal welches Thema man anspricht es wird immer zwei „Lager“ geben, auch bei den Studien. Klar, bei etwas Neuem in unserer Gesellschaft, steht man erst einmal skeptisch gegenüber. Und auch ich weiß nicht, wie ich vielleicht in 2 oder 5 Jahren über das Thema E-Zigarette denken werde. Aber aktuell kann ich nur meine persönliche Erfahrung anbringen. Sobald ich den Satz einbringe, ich will keinen Raucher zum Dampfer bekehren oder  jeder soll das für sich so entscheiden, wie er es für sich am besten empfindet, ist mögliche auftretende Schärfe schnell verdampft. Akzeptanz in unserer Gesellschaft schaffen und neugierige Menschen „aufklären“, das halte ich persönlich für sinnvoll und bisher bin ich damit sehr gut gefahren.

Tom-Klarks-Love-1Natürlich gibt es eine ganz klare persönliche Aussage: „Leben ohne Zigarette ist auf jeden Fall gesünder. Egal ob mit Liquid oder Tabak.“

Ich habe aber das Gefühl, dass man die Gesellschaft hier mal unterteilen muss. Die Menschen wie Du und ich, finden das Dampfen einer E-Zigarette nicht so ekelig wie den Rauch einer Tabakzigarette. Dann gibt es die Menschen, die der Tabakindustrie verbunden sind. Die gehen natürlich mit einem ganz anderem Beweggrund an die Sache ran. Aber mein Fazit ist, dass wir in Deutschland auf einen guten Weg sind. Bis die E-Zigarette durchgehend akzeptiert wird, stehen uns Dampfer noch viele Gespräche in der Gesellschaft bevor. Auch ist es spannend wie sich die E-Zigarette im Ausland entwickelt. Gerade dann, wenn man in den Urlaub fährt.

Euer Dampffrischling Stephan